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250-jähriges Jubiläum

Am 9. und 10. Juni 2007 feierte unser Verein sein 250-jähriges Bestehen mit einem der größten Feste in der Vereinsgeschichte.

Als Festplatz bzw. Festhalle stellte die Firma Heigl uns ihre neue Omnibushalle für dieses Wochenende zu Verfügung. Schon Wochen und Monate vorher wurde viel geplant, organisiert und vorbereitet, um diesem Jubiläum einen würdigen Rahmen zu geben. Noch im Vorjahr wurden an den Ortseinfahrten nach Rohr große Begrüßungstafeln aufgestellt, die die Bevölkerung an dieses Ereignis erinnern sollten. Anfang Dezember traf sich der Vereinsausschuss in Obereulenbach beim Zeller-Hof um Helene Zeller das Amt der Festmutter anzutragen. Zur Freude aller sagte sie nach einigen Prüfungen, die die Antragsteller zu meistern hatten, zu und stellte sich zur Verfügung. Drei Wochen vor dem Festwochenende trafen sich über 100 Mitglieder und Freunde unseres Vereins und zogen mit Pfarrer Pater Michael in einem Bittgang nach Laaberberg um dort in der Kirche um gutes Gelingen und schönes Wetter bei unserem Jubiläum zu bitten. Anscheinend hat es geholfen: Das ganze Festwochenende über herrschte schönstes Wetter mit sommerlichen Temperaturen. Am Samstag begann um 19 Uhr unser Heimatabend. Es wurden unsere über 40 Festdamen der Öffentlichkeit vorgestellt. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von den „Loiblbuam“ sowie dem Familiengesang Weingartner, dem Rohrer Kinderchor und einer Einlage der Kirchdorfer Schuhplattler. Am nächsten Morgen ging es schon früh los: Um 6 Uhr erfolgte der Weckruf in besonderer Form. Ein alter Lanz-Bulldog fuhr durch Rohr und die Ortsteile und weckte die Bevölkerung. Anschließend trafen sich die Vorstandschaft und die Festdamen in Obereulenbach und holten Festmutter Helene Zeller ab, die in einer offenen Kutsche zum Festgelände gefahren wurde. Dort wurden sie und die eingeladenen Vereine offiziell eingeholt und man stärkte sich für diesen großen Tag beim Weißwurstessen in der Festhalle. Kurz vor 10 Uhr stellte man sich auf zum Kirchenzug und zog gemeinsam in die Kirche ein, wo Abt Gregor den Festgottesdienst zelebrierte, den der Rohrer Kirchenchor mit feierlichen Gesängen unterlegte. Im Anschluss ging es wieder zurück zur Festhalle, in der schon alles für das Mittagessen vorbereitet war. Am Nachmittag fand der Festzug durch den Markt Rohr statt. Als Besonderheit wurde jeder Verein von einem historischen Traktor, der mit Blumen geschmückt war, angeführt. Großen Zuspruch erhielten auch unsere „Historischen Bauern“, die eingekleidet in alte Bauerntrachten die alte Prozessionsfahne aus der Kirche und eine Figur des Hl. Isidor, dargestellt als pflügenden Engel, mittrugen. Doch der Höhepunkt des Umzugs waren unsere Festmutter und die Festdamen in ihren prächtigen Kleidern. Als Rahmenprogramm fanden nach dem Umzug eine Oldtimerschau und eine Ausstellung von modernen landwirtschaftlichen Geräten statt. Der Festtag klang dann gemütlich bei einer Brotzeit aus.

Wenige Wochen nach diesem großen Ereignis brach man noch einmal im Rahmen eines Dankprozession nach Laaberberg auf, um Gott für das gute und reibungslose Gelingen des Festes zu danken.

Anlässlich dieses Jubiläums des Bauernvereins wurde eine Festschrift bzw. Vereinschronik in Auftrag gegeben, in der die Vereinsgeschichte und die Entwicklung bis zu diesem Fest festgehalten wurde. Exemplare sind noch beim Vorstand Anton Braunstorfer sen. zu erwerben.

 


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