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Museumsentstehung

Die Idee von einem Bauernhofmuseum ging dem Landwirt Thomas Huber aus Untermantelkirchen schon in den 80er Jahren im Kopf um. Sein Sohn Josef war auch schon damals von der Sammlerleidenschaft gepackt und schleppte alle möglichen alten Geräte und Maschinen auf das Anwesen. Nach dem „Tag des offenen Dorfes“ 2000 in Mantelkirchen wurde auch der damalige 1. Vorstand Braunstorfer mit der Museumsidee infiziert und trieb nun die Arbeiten voran. Nun wurde auf größerer Ebene gesammelt. Die meisten Sammelstücke standen über die Wintermonate in der Hopfenhalle von Georg Lidl. Mit Frau Ruth Huber, der Witwe von Thomas wurde ein Vertrag geschlossen, der den Huberhof zumindest für die nächsten zwanzig Jahre zum Museumsgelände werden lassen sollte. Die Wirtschaftsgebäude erwiesen sich – von einigen notwendigen Umbaumaßnahmen abgesehen – als ideales Anwesen. Die vielen Mitglieder und auch andere freiwillige Helfer schufen die Voraussetzungen, dass in den Gebäude des Huberhofes etwa 600 m² Ausstellungsflächen entstanden, ohne dass das äußere Erscheinungsbild verändert wurde. Spenglermeister Sebastian Hauser baute die von ihm vor vielen Jahren im Anwesen Küffner in Högetsing aufgestellte Hopfendarre wieder aus und richtete sie in einem Museumsgebäude so ein, als wäre sie schon immer hier gestanden.

Neben den Umbaumaßnahmen auf dem Huberhof wurde die Vorstandschaft nicht müde, weiter Exponate zu sammeln. Dabei gab es auch manchen richtigen Glücksfall. Der Landwirt Richard Schnell aus Allhofen z. B. hatte auf seinem Hof viele alte Geräte und Maschinen, die zum Teil echten Seltenheitswert hatten. Er stellte sie uneigennützig dem Museum zur Verfügung.

Aus den ehemaligen Volksschulen Obereulenbach und Kirchdorf  waren noch alte Tafeln, Karten, Schulmöbel und eine Reihe von Lehrgegenständen vorhanden, sodass auch ein richtiges Klassenzimmer eingerichtet werden konnte.

Als es an die Einrichtung des Museums ging, holten sich die Verantwortlichen Herrn Konrad Seisenberger aus Rohr und Herrn Georg Fuchs zur Beratung und Unterstützung. Mit Hilfe dieser Fachleute wurden sämtliche Exponate katalogisiert, wurden Gebrauchs- oder Funktionsbeschreibungen angefertigt und vor allem wurden die Ausstellungsstücke möglichst wirklichkeitsnah aufgestellt. Die Betrachter sollten dadurch einen realistischen Eindruck über die jeweiligen Arbeitsbereiche erhalten. Und diese Arbeit ist ihnen nach Aussage vieler Besucher ausgezeichnet gelungen. Nachdem von mehr als 60 Personen über 1800 freiwillige Arbeitsstunden geleistet waren, konnte am 25. und 26. Juni 2005 die feierliche Einweihung durch Pfarrer Dr. Wolfgang Habbel erfolgen. Das damit verbundene Museumsfest mit dem Heimatabend, der maßgeblich von den Mantelkirchenern  organisiert und gestaltet war, war ein unvergessliches Erlebnis.

Das Museum ist seit dem um eine alte Stangenhopfenanlage erweitert worden. In diesem Hopfengarten wird seit 2007 der Hopfen wie früher mit der Hand gepflückt. Ein ZDF-Team war im vergangenen August für eine Hopfenreportage im Museum.

Neben Vorstand Braunstorfer kümmern sich die Familien Huber, Geltl und Lidl mit Hingabe um das Museum.

 


 

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